Hallo, ich bin Susanna und letztens hab ich festgestellt: "Huch, ich verdiene ja Geld im Schlaf!"
Und zwar mit meinen Onlinekursen.
Sehr aufregend! (Obwohl es noch lange nicht jede Nacht passiert und auch noch nicht sehr viel Geld ist: Kleinvieh macht trotzdem Mist.)
Es ist offiziell: Ich erwache immer häufiger mit einem freundlichen "Katsching!" meiner Verkaufsplattform.
Nice!
Mythos 1: Passives Einkommen läuft von allein
Ich weiß noch genau, wie es zum ersten Mal passiert ist:
Erst kaufte eine fremde Person einen Selbstlernkurs; dann war sie so begeistert, dass sie ihn anderen Menschen empfohlen hat – die ebenfalls gleich gebucht haben.
Ein Produkt, auf das ich stolz bin und mehrere Verkäufe in unter 48h. Ohne dass ich aktiv dabei sein musste. Das war echt ein schönes Gefühl.
Und du weißt, jetzt kommt das "aber".
Ich war zwar nicht aktiv beim Verkaufsmoment dabei. Aber in den Monaten davor musste ich lernen (und lerne immer noch):
- Wie ich Verkaufs-Seiten gestalte und texte, die von Google/KI bemerkt werden und KäuferInnen überzeugen.*
- Wie ich gute Kurse erstelle, die auch absolviert und empfohlen werden (sogar ohne finanziellen Anreiz)!
- Wie ich regelmäßig Gründe schaffe, einen Kurs bei mir zu kaufen. Denn genau das ist ja der Vor- und Nachteil von Onlinekursen: Da du ihn immer machen kannst, gibt’s keinen Grund, jetzt zuzuschlagen.
Ich wusste schon vorher, dass "passives Einkommen" niemals zu 100% passiv ist. Da ich gerne lerne und tüftle, macht mir das nichts.
Aber es hat mich doch erstaunt, wie viele Komponenten ineinandergreifen müssen, damit die "Ich-verdiene-Geld-im-Schlaf-Geschichte" anfängt, zu laufen.
* Volle Transparenz: Ich schalte (noch) keine Werbung. Meine Verkäufe entstehen aktuell komplett organisch — über meinen Messenger-Podcast, Newsletter, Google- & KI-Suchen sowie Empfehlungen. Ads zu schalten ist mein nächster Lernschritt, nachdem ich weiß, dass die Kurse funktionieren und auch mir fremde KäuferInnen zufrieden sind.
Mythos 2: Ein Onlinekurs ist ein tolles Anfängerprodukt
"Mach 'nen Kurs, verkauf ihn und verdiene Geld mit deinem Wissen".
Hat man früher oft von Business-Coaches gehört, oder?
Klingt gut. Ist aber die beste Möglichkeit, eine Menge Energie und Geld aus dem Fenster zu werfen.
Ich bin froh, dass ich erst nach ca. 4 Jahren in der Arbeit mit KlientInnen begonnen habe, meine ersten Online-Kurse zu erstellen. Da hatte ich bereits ein sehr gutes Gespür für die Menschen, die von meiner Arbeit profitieren.
Als Business-AnfängerIn darfst du so vieles erst entdecken: Was zeichnet deine Arbeit wirklich aus? Worauf springen deine Kund:Innen tatsächlich an? Und was brauchen sie eigentlich?
Deshalb (leider): Umfangreiche Onlinekurse sind meine Anti-Empfehlung für komplette Business-Newbies!
Mythos 3: Gutes Wissen reicht für gute Kurse
Ein guter Kurs ist keine Zusammenstellung von vielen guten Informationen. Denn die bittere Wahrheit lautet: Sogar gute Information ist (mittlerweile) recht wertlos.
Suchmaschine und KI können dir in Millisekunden alles ausspucken: Fakten, Tools und Business-How-To's.
"Ein guter Kurs glänzt durch Reduktion und durchdachte Methodik.
Denn der echte Wert eines Kurses ist, dir drölfzig Extraschleifen zu ersparen und dich sicher in die Anwendung zu bringen."
Und gerade da fehlt Anfängern oft noch die Erfahrung: Was zeichnet deine Arbeit wirklich aus? Und wie packst du das sinnvoll in einen Kurs?
(Wenn dein nächster Schritt ist, den Kern deiner Methode herauszuarbeiten und zu einer Instanz auf deinem Gebiet zu werden: schau dir das Business-Mentoring an.)
Mythos 4: Ein guter Kurs muss sehr viel enthalten
Frage 1: Was zeichnet Onlinekurse aus, die mich wirklich weitergebracht haben?
- Sie bewerfen mich nicht mit Wissen; sie schaffen eine Erfahrung: Wissen > Erfahren > Verstehen > Umsetzen
- Ein guter Kurs ist ästhetisch und einladend. Es ist schön, sich in seiner Atmosphäre aufzuhalten.
- Ein Kurs gibt mir mehr zurück, als ich bezahle:
Ich sage danach: "Wow, ich bin so froh, dass ich meinem Riecher gefolgt bin, denn das war wirklich nützlich und lebensverändernd!"
Frage 2: Was braucht es, um selbst solche Kurse zu gestalten?
- Die regelmäßige Arbeit mit Menschen/Systemen schärft deinen Blick für die häufigsten Problem-Schleifen.
- Durch Reflexion deiner Arbeit erkennst du jene Problem-Schleifen, die du exzellent löst.
- Durch Reduktion filterst du die wesentlichen Prozesse heraus, die für Durchbrüche sorgen. So entsteht deine Methode.
Ein guter Kurs ist eben (täuschend) einfach: Du löst damit ein Problem, statt interessante Infos an die Wand zu klatschen.
Mythos 5: Verkaufen ohne dich ist immer positiv
Anfangs bemerkte ich zwei Dinge, wenn ich die "Neuer Verkauf!"-Benachrichtigung auf meinem Handy sah:
- Dopamin-Kick
- Sorge
Wer hätte gedacht, dass mein innerer Kontrolletti kein Fan davon war, wenn fremde Personen einen Selbstlernkurs bei mir buchen?
Das machte ihm sogar richtig Angst!
Der Gedanke: "Was, wenn es der Person nicht gefällt und ich das nicht beeinflussen kann?"
führte zu:"Sollte ich den Inhalt vielleicht nicht doch noch zum hundertsten Mal überprüfen?"
Zum Verkaufen deiner Onlinekurse gehört also auch eine gehörige Portion Mut, deine Arbeit loszulassen und dich verletzlich zu machen.
- Kannst du deiner Arbeit vertrauen, dass sie gute Arbeit leistet, auch wenn du nicht im Raum bist?
- Kannst du deinem früheren Selbst vertrauen, wenn es jetzt mit (unbekannten) KundInnen zusammen arbeitet?
Die Reise mit meinen Onlinekursen zeigt mir, was es braucht, damit unsere gute Arbeit weiter wirkt – auch wenn wir nicht im Raum sind.
Und falls dein nächster Schritt ist, Klarheit über dein Können zu gewinnen und etwas Gutes zu schaffen, das sich auch verkauft: Mein Business Mentoring könnte dich interessieren.
Ready to rock with you
Susanna
Über die Autorin
Susanna Kubarth arbeitet seit 10 Jahren als Business-Mentorin und ist zertifizierte Expertin für Geld-Trauma. Sie begleitet Kreative und Selbstständige und zeigt ihnen, wie sie mit ihrer guten Arbeit gutes Geld verdienen, ohne ihre Seele zu verkaufen. Dabei verbindet sie unternehmerisches Denken mit den Herausforderungen kreativer Arbeit. Hier schreibt sie über Geld und Selbstwert in der Selbstständigkeit.
